Kakaonibs selber machen

Auch wenn man Kakaonibs ja qualitativ hochwertig und frisch verpackt online oder im Bio-Markt kaufen kann und diese auch lange haltbar sind, lassen es sich einige Spezialisten doch nicht nehmen, lieber alles selber zu machen. Do it yourself heißt die Devise! Und warum dann auch nicht mit Kakaonibs? So weiß man nicht nur genau, dass sie 100 Prozent frisch sind, sondern man kommt dem Nahrungsmittel seiner Wahl auch noch etwas näher und lernt etwas darüber. Also: Dann mal ran, Schritt für Schritt!

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Schritt 1: Leider lassen sich Kakaobohnen in unseren Breiten nicht anbauen. Sie bevorzugen das heiße Klima Südamerikas oder Afrikas und bei gefühlten 12 Sonnentagen mit einer Temperatur von über 15 Grad im Jahr ist es den Böhnchen bei uns einfach zu kalt. Also muss man sich die Kakaobohnen schon kaufen. Dabei gilt, dass diese aus 100 Prozent biologischem Anbau stammen und bitte fair gehandelt wurden(Fair-Trade-Sigel beachten). Dafür kann man sich bei der Herstellung von Kakaonibs aber auch den recht komplexen Prozess der Fermentierung sparen. Dieser muss nämlich im Herstellungsland erfolgen, weil er sofort nach der Ernte eingeleitet werden muss. Die Bohnen dürfen auch höchstens einen Feuchtigkeitsanteil von 6 bis 7 Prozent haben, um gelagert oder verschifft werden zu können.

Schritt 2: Sollten Sie Kakaobohnen kaufen, welche noch ihre Schale haben, müssen Sie diese nun schälen. Dazu müssen sie aber erst einmal in Wasser eingeweicht werden. Geben Sie die Bohnen in eine tiefe, bauchige Schale und bedecken Sie sie ganz mit klarem, sauberem Wasser. Nach etwa 10 Minuten ist die Schale so weit aufgeweicht, dass der weitere Schälprozess kein Problem mehr darstellt.

Schritt 3: Schütten Sie das Wasser ab und breiten Sie die eingelegten Bohnen auf einem Papiertuch auf der Arbeitsplatte oder dem Küchentisch aus.

Schritt 4: Jetzt ist Handarbeit gefragt. Sie müssen nämlich die Schale jeder einzelnen Kakaobohne mit einem scharfen Messer einschneiden. Dann können Sie die Schale ganz einfach abziehen. Übung macht hier natürlich den Meister. Aber was tut man nicht alles für die Liebe zum Detail und für eine bewusste Ernährung?

Schritt 5: Legen Sie alle gehäuteten Kakaobohnen auf einem Papiertuch aus und tupfen Sie diese trocken.

Schritt 6: Jetzt werden die eigentlichen Kakaonibs gemacht, indem Sie die trockenen, geschälten Kakaobohnen zerbrechen. Auch hier ist ein wenig Übung gefragt, denn je nach Herkunfstland und Fermentierungsprozess können die Bohnen unterschiedlich hart sein. In der Regel weisen sie eine Konsistenz von recht harten Nussarten auf. Die Kakaobohnen werden also nicht per Hand in Stifte geschnitten oder ähnliches, sondern sie werden gebrochen. Manche kann man mit einem festen Händedruck klein bekommen, auf andere muss man schon fast mit dem Nudelholz einschlagen. Da müssen Sie sich einfach mal langsam rantasten.

Schritt 7: Anschließend können Sie die fertigen Kakaonibs einfach je nach gewünschter Portion in Frischhaltebeutel packen und im Schrank verstauen. Da sie ja nur einen geringen Feuchtigkeitsanteil besitzen, sind die Kakaonibs (kühl und trocken gelagert) recht lange haltbar.